Behandlungs-
ablauf

Die physiotherapeutische Behandlung eines Pferdes umfasst eine Vielzahl von Techniken und Methoden, die darauf abzielen, die Beweglichkeit, Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden des Tieres zu verbessern. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Verletzungen vorzubeugen und die Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen zu unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der physiotherapeutischen Behandlung ist die individuelle Anpassung der Therapie an die spezifischen Bedürfnisse des Pferdes. Dies erfordert eine gründliche Untersuchung des Tieres, um mögliche Einschränkungen oder Probleme im Bewegungsapparat zu identifizieren. Durch gezielte Übungen und Behandlungen kann die Leistungsfähigkeit des Pferdes gesteigert und die Lebensqualität erheblich verbessert werden.

Erstbehandlung

Der Ersttermin setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Anamnese: Daten des Tieres, Haltung, Krankheitsgeschichte, bisherige Behandlung usw. , mit dem Ziel ein Gesamteindruck zu gewinnnen 
  • Adspektion: Sichtbefund, dieser findet in Ruhe und in Bewegung statt, hier wird eine Exterieurbeurteilung durchgeführt und sichtbare Auffälligkeiten werden festgehalten
  • Palpation: Tastbefund, dies umfasst die Untersuchung des Körpers durch Abtasten
  • Passives Durchbewegen: Gelenkfunktionsprüfungen zur Befunderhebung & Behandlungsmöglichkeit
  • Behandlung

Diese umfassende Betrachtung und Beurteilung beim Ersttermin ist wichtig, um ganzheitlich das gesamte Pferd zu betrachten und im Anschluss nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die zugrundeliegenden Ursachen erkennen und verbessern zu können. Die Physiotherapie wirkt hier nicht nur direkt, sondern aktiviert zudem die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Soweit vorhanden, sendet bitte tierärztliche Befunde, Röntgenbilder und Ähnliches mir vorab per Mail an

 tierphysio@luca-sieber.de zu. Gerne halte ich hierzu auch Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt.

Eine Erstbehandlung inklusive kompletter physiotherapeutischer Befundung nimmt ca. 90 Minuten in Anspruch.

 

Allgemeine Behandlung

 

Die Behandlung kann aus folgenden Teilen bestehen:

  • Passives Durchbewegen, Muskeln, Sehnen und Bänder werden gedehnt und gelockert; die Durchblutung im entsprechenden Behandlungsgebiet wird gesteigert
  • Massage, wirken auf die Skelettmuskulatur, regulieren die Muskelspannung und den Muskelstoffwechsel
  • Narbenmassage 
  • Dehnungen
  •  Manuelle Therapie, Mobilisationstechniken um Schmerzen zu lindern und Bewegungseinschränkungen zu minimieren
  • Techniken der Osteotherapie
  • Lymphdrainage, vorallem nach Operationen und im Reha Bereich ist es wichtig das Lymphsystem zu unterstützen

Folgebehandlungen dauern ca. 60 Minuten. Hier sprechen wir nach der Erstbehandlung ab, ob und in welchen Abständen eine Nachbehandlung sinnvoll wäre.

In der Folge einer physiotherapeutischen Behandlung kann es in den ersten Tagen zu einer Erstverschlechterung kommen. Zudem wirkt eine Behandlung noch länger nach. Teilweise werden dabei falsche Bewegungsmuster verändert und das Pferd muss lernen, mit einem neuen Körpergefühl umzugehen.

Daher empfehle ich, nach einer Behandlung mindestens 48 Stunden nicht zu reiten. Das Pferd darf und soll jedoch gerne bewegt werden, z. B. durch Bodenarbeit, Longieren oder Spazieren gehen. Bitte beachten Sie leichte Arbeit auszuüben. 

Es ist wichtig zu betonen, dass die Tierphysiotherapie eine ergänzende Maßnahme darstellt und den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzt. 

Die Behandlung wird individuell auf die Bedürfnisse Ihres Tieres abgestimmt, hier lege ich großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen.

Manuelle Lymphdrainage

Informationen zur manuellen Lymphdrainage finden Sie hier.

Kinesiotaping

Kinesiotaping beim Pferd ist eine sanfte, aber wirkungsvolle Methode, um Muskulatur, Faszien und Gelenkstrukturen 

gezielt zu unterstützen. Die elastischen Tapes passen sich den natürlichen Bewegungen des Pferdes an – 

ohne einzuengen, ohne Druck aufzubauen und ohne den Bewegungsradius zu beeinflussen.

 

Das Tape wird mit einem gezielten Maß an Dehnung aufgeklebt. 

Zieht es sich anschließend wieder in seine Ausgangsform zurück, hebt es im mikroskopischen Bereich Haut und Fell sanft an. Dadurch entsteht ein kleiner Raumgewinn im Gewebe.

Dieser regt den Blut- und Lymphfluss an, ermöglicht den Abtransport von Abbauprodukten 

sowie das nach fließen von frischem Blut und somit Sauerstoff und Nährstoffen.

Viele Pferde profitieren besonders bei muskulären Dysbalancen, faszialen Verklebungen oder 

in der Reha-Phase nach Belastungen.

Das Tape besitzt einen hautfreundlichen, atmungsaktiven Charakter und bleibt flexibel, selbst bei Bewegung oder Feuchtigkeit. Durch das sanfte Erwärmen und Aktivieren verbindet es sich optimal mit der Haut und bleibt zuverlässig an Ort und Stelle – ohne das Gewebe zu komprimieren.

 

Auswirkung des Kinesiotaping :

 

  • wirkt schmerzlindernd
  • unterstützt die Muskulatur in ihrer Aktivität
  • unterstützt Gelenke
  • anregen des Kreislauf ́s
  • verbessert Propriozeption
  • entnehmen von Druck im Gewebe

 

Ich setze Kinesiotaping nicht isoliert, sondern immer als Teil eines ganzheitlichen Therapieansatzes ein. 

Jede Anlage wird individuell auf das Pferd, seine Problematik und seinen aktuellen Trainingszustand abgestimmt.

 

Mein Ziel:

Deinem Pferd mehr Wohlbefinden, Bewegungsfreiheit und Körpergefühl zurückzugeben – sanft, präzise und ganzheitlich.

Luca Sieber

Pferdephysiotherapie

  • Physiotherapie
  • Massage
  • Manuelle Therapie
  • Techniken der Osteotherapie
  • Lymphdrainage
  • Dehnungen

Kontakt

0152/57580764

📧 tierphysio@luca-sieber.de

📍 66482 Zweibrücken

 

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